Der Dreiser Weiher – Heimat der Nürburg Quelle
Dreiser Weiher – ein irreführender Name. Denn es handelt sich hierbei nicht um ein kleines stilles Gewässer, sondern um das zweitgrößte Maar der Eifel. Die Vulkaneifel ist berühmt für ihre fast kreisrunden Seen, die die Landschaft prägen. Oft werden sie auch die Augen der Eifel genannt.
Diese Seen nennt man Maare. Der Begriff Maar stammt aus dem Volksmund, und es wird vermutet, dass er sich vom lateinischen ‚mare‘ – Meer – herleitet.
Heute wird die Eifeler Bezeichnung international für diesen speziellen Vulkantyp verwendet. Es gibt in der Vulkaneifel diese typischen Maare, die mit Wasser gefüllt und so für jeden sichtbar sind, es gibt aber auch sogenannte Trockenmaare. Das sind Maare, die mit der Zeit verlandet sind, oder, wie der Dreiser Weiher Anfang des 19. Jahrhunderts, von Menschen trocken gelegt wurden.

Aber wie entstand dieses Maar?
Der zentrale Teil der Eifel hat sich in den letzten 500.000 Jahren um mehr als 250 Meter gehoben. Die Ursache dafür war eine Hitzeanomalie im oberen Erdmantel in rund 100 Kilometer Tiefe. Die Hitze verursachte eine Aufwölbung der gesamten Erdkruste, und schließlich rissen auch Klüfte bzw. Spalten bis tief in die Unterkruste auf. Durch den plötzlichen Druckabfall, der so am Boden der Spalten entstand, schoss das 1200 Grad heiße Magma nach oben. In etwa 200 Meter Tiefe traf es auf das Grundwasser. Dieses Grundwasser verdampfte schlagartig und es kam zu einer Wasserdampfexplosion, die das Gestein wegsprengte. Es entstand ein 200 Meter tiefer Trichter mit einem Ring aus vulkanischem Material.
Im Dreiser Weiher hat man herausgefunden, dass es drei dieser Ausbrüche gab. Heute zeigt das Gelände jedoch nur einen Maarkessel. Dies legt nahe, dass die Ausbruchszentren dicht beieinander gelegen haben müssen. Mehrere Ausbruchsphasen haben viele Maare. Das besondere beim Dreiser Weiher ist jedoch seine Größe, denn damit muss auch der auslösende Krater sehr tief gewesen sein.
Der Dreiser Weiher ist seit 1986 in Teilen unter Naturschutz gestellt. „Schutzrecht ist die Erhaltung des Dreiser Weihers… aus wissenschaftlichen Gründen und wegen ihrer besonderen Eigenart und hervorragender Schönheit“ sowie“…als Lebensraum seltener, bestandsbedrohter Tier- und Pflanzenarten.“ (§3 RVO Dreiser Weiher mit Döhmberg und Börchen.)
In dieser einzigartigen Natur entspringen die Quellen der Nürburg Quelle Hermann Kreuter GmbH.
Quellen:
Prof. Dr. Frank Sirocko, Geo-Infoband Vulkaneifel, „Geologie der Eifel“ von Wilhelm Meyer

